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Borsteln
die *trommelwirbel* FARBENTHEORIE
flutschig
Frischfutter
Igeln
Knuspern
Notfallratte / Notfallvermittler
Regenbogenbrücke
Revierbeisser
Schmieren
Schulterratte
Schweinebaumeln
Wikipedia weiß
Umgangssprachlich bezeichnet man mit Bunkern auch die bewusste Hortung von Verbrauchs- oder Gebrauchsgütern über einen bestimmten Zeitraum aufgrund einer befürchteten baldigen Verknappung.
Wir kennen es alle: ob wir uns bei einer Party flux mehrere Flaschen des begehrten
Gerstensaftes neben unsere Sitzgelegenheit stellen oder zu Ostern die Schokoeier in der
Schublade unterm Bett horten - bunkern ist spitze.
Auch unsere Ratten frönen dieser Lieblingsbeschäftigung. Alles, was nicht sofort verknuspert
werden kann, wird woanders hingebracht, um zu gegebener Zeit darauf zurückzugreifen.
Dabei ist dieses Verhalten - mit Sicherheit total unbeabsichtigt - total sozial. Können doch
ältere Rudelkollegen, die die Leckereien garnicht bemerken oder für die das begehrte
Gut zunächst unerreichbar ist, sich anschließend bequem aus diesen Sammellagern bedienen.
Dieser Mythos ist schon so alt wie die Rattenhaltung. Er wird unter vorgehaltener
Hand von einem zum anderen getragen und ich schreibe es auch nur dir ganz persönlich,
lieber Leser....es liest gerade keiner mit und du solltest diese Information auch sehr
vertraulich behandeln. Und falls jemand fragt - von mir hast du das nicht, ich werde auf
Nachfrage alles abstreiten. Dann stehst du da, mit deiner ungeheuerlichen Geschichte und
machst dich zum Hans Wurst. Überlege dir also gut, was du erzählst, bevor alle mit dem
Finger auf dich zeigen und dich auslachen. Aber ich will dich nicht länger auf die Folter
spannen -
die Farbentheorie geht nämlich so:
Halter von großen Rudeln haben ganz unabhängig
voneinander seltsame Beobachtungen gemacht. Sie erzählen, dass sich Tiere gleicher Fellfarbe
zusammenschließen, gerne gemeinsam in Hütten und Hängematten liegen und mit
Tieren anderer Farben im Rudel wenig zu tun haben wollen. Unglaublich, oder?
Dabei weiß doch jeder, dass Ratten super schlecht sehen, und Farben ganz besonders
schlecht. Jaa, ich sehe dein schiefes Grinsen...aber...
ich habe es selbst schon gesehen...!
Es gibt so Dinge, die bringen einen als Anfänger in der Rattenhaltung beim ersten Mal an den Rand einer Ohnmacht. Sowas wie die erste
Abszesswunde, aus der grüner Eiter quillt oder die erste aufgebissene OP-Naht, die einem freie Einblicke in das
Innenleben von Ratz gewährt...oder das Glubschen.
Verträumt schaut man die Ratte an, wie sie so ruhig und entspannt am Dösen ist, da treten plötzlich die Augen weit aus der Höhle,
werden riesig groß, um gleich darauf wieder darin zu verschwinden. Das ganze wiederholt sich mehrmals schnell hintereinander.
Während man die Nase schon in die Transportbox stopft und ein Taxi ruft, um zum Arzt zu hechten, fällt einem ein, dass die Nase
dabei auch geknuspert hat. Könnte da ein Zusammenhang bestehen? Allerdings. Das "Glubschen" mit den Augen taucht oft dann auf, wenn
die Ratte in einer Ruhephase gemütlich mit den Zähnen knuspert (vielleicht, um sie zu schärfen). Bei bestimmten Bewegungen spannt sie Kiefermuskeln an, die
unter den Augen verlaufen und diese dadurch ein Stück hervortreten lassen. Bei Entspannung des Muskels fällt das Auge in seine normale Position zurück. Faszinierend, nicht wahr?
Du kannst die Ratz jetzt wieder aus der Transportbox nehmen :)
Kantenhänger sind kitschige Figuren, die man sich meist auf das Regal stellt und die die Beine oder andere Körperteile
herunterbaumeln lassen. Total alberne Staubfänger! Kantenhänger kommen mir nicht in die Wohnung. Punkt.
Denkste!
Ratten finden nämlich aus unerfindlichen Gründen die Kantenrumhängerei total toll. Ich weiß nicht, ob das so super ist,
wenn einem das Blut in den Kopf schießt, aber wenn Ratte döst, lässt sie gerne mal selbigen hängen - und das heisst nicht, dass
sie traurig wäre! Eher total entspannt. Bei Bedarf werden die Vorderbeine gleich mit über die Kante gehängt.
Kanten lassen sich überall finden :)


Hängematten, Kuschelhäuschen und Co bestehen am besten aus Fleece - dieser flauschig weiche Stoff bietet den größten Kuschelfaktor für die zarten Rattenhintern. Er ist leicht, hält warm, ist wasserabweisend und überwiegend knitterfrei - damit ist er auch für den Gurkenschäler leicht zu reinigen und bietet frisch von der Trockenleine in den Käfig einen Top-Anblick, ganz ohne bügeln!
Dabei ist Fleece kein Naturmaterial sondern eine synthetische Polyesterfaser. Greift man zur Recyclingfaser, hat man einen echten Globalisierer im Käfig, ganz wie die Bewohner selbst welche sind.
Das Kuschelhäuschen war vorher nämlich eine PET-Flasche. Das ist neudeutsch für Haustier-Flasche.
Mehrere hundert Millionen PET-Flaschen werden jährlich gesammelt und in Containern nach
China befördert. Dort werden sie geschreddert, eingeschmolzen und zu Fäden verarbeitet.
Das ist aufgrund der niedrigen Löhne und der geringen Umweltschutzauflagen extrem kostengünstig.
Danach geht das ganze retour.
Nach 40.000 km Weltreise und dem handwerklichen Geschick eines Rattenliebhabers hängt die
ehemalige Wasserflasche dann in unserem Käfig.

Quellen:
Foto: Rattenkultur
Wikipedia: PET-Flasche
www.ask-eu.de: Lockruf aus dem Osten
Deutsche Welle: "Ich war eine Flasche" - China produziert Pullis aus Plastikabfall

Vielleser werden gerne als Leseratten bezeichnet, wobei der Begriff ursprünglich in einem klar abwertenden Sinn gebraucht wurde. Mittlerweile ist es eine eher liebevoll neckende Bezeichnung, ähnlich wie "Spielratz" für Kinder.
Im Rattenhalterlatein werden allerdings Ratten mit roten oder dunkelroten Augen als Leseratten bezeichnet. Bei ihnen sieht man häufig ein Kopfpendeln, was ein bisschen so aussieht, als würde die Ratte lesen. Durch die fehlenden Pigmente in den Augen sind diese Tiere deutlich in ihrer Sicht eingeschränkt. Vermutlich versuchen sie durch das Pendeln mit dem Kopf ihre sehr schlechte Tiefenwahrnehmung auszugleichen (aus der unterschiedlichen Geschwindigkeit, mit der sich bei jeder Bewegung vordere und hintere Objekte gegeneinander verschieben, lassen sich Rückschlüsse auf die Entfernung ziehen).
Möglicherweise sollte der Begriff Notfallratte mal eine besonderen Dringlichkeit unterstreichen, die sich von anderen Vermittlungsratten unterscheidet (durch Krankheit oder massiv schlechte Lebensbedingungen am Aufenthaltsort). Im allgemeinen Sprachgebrauch werden jedoch alle Ratten als Notfallratten bezeichnet, die ein neues Zuhause suchen und die nicht von Vermehrern/Züchtern gezüchtet und angeboten werden. Entsprechend heißen die Vermittler solcher Tiere Notfallvermittler. Damit wird sich begrifflich deutlich von Vermehrern/Züchtern und deren Angeboten abgegrenzt.
Notfallvermittler arbeiten oft eng mit den lokalen Tierheimen zusammen. Sie unterstützen diese bei der Vermittlung, indem sie Anzeigen in Foren oder Blogs veröffentlichen oder nehmen Tiere zur Weitervermittlung auf. Meist verfügen Notfallvermittler über ein Netz an Pflegestellen, in denen die Tiere bis zur Vermittlung versorgt werden.
Alle Fotos dieser Homepage zeigen übrigens Notfallratten :)
Als Neurattenhalter ist man tüchtig entsetzt, wenn man bemerkt, dass Ratz mit dem Kopf seitlich hin und her pendelt. Pferdehalter denken sofort an eine psychische Verhaltensstörung, die als Weben bezeichnet wird. Diese Stereotype kann auch bei Zootieren in schlechter Haltung beobachtet werden. Aber keine Angst! - pendelnde Ratten habe rote oder dunkelrote (manchmal nur bei genauem hinsehen zu erkennen) Augen. Meist handelt es sich dabei um Albinos. Aber auch beige oder graue Tiere können (dunkel)rote Augen haben. Durch die fehlenden Pigmente in den Augen sind diese Tiere deutlich in ihrer Sicht eingeschränkt. Vermutlich versuchen sie durch das Pendeln mit dem Kopf ihre sehr schlechte Tiefenwahrnehmung auszugleichen (aus der unterschiedlichen Geschwindigkeit, mit der sich bei jeder Bewegung vordere und hintere Objekte gegeneinander verschieben, lassen sich Rückschlüsse auf die Entfernung ziehen).
Solche Tiere werden auch gerne als Leseratten bezeichnet.
Ich hab die letzten Tage getüftelt. Heraus kam ein völlig neuartiger Papierschredder!
Der M.A.S.S.I.M.O.2000
DIN EN ISO 9001 zertifiziert, der blaue Umweltengel wurde beantragt, die Co²-Bilanz zur Zeit
ermittelt - diese liegt aber erheblich unter der von herkömmlichen Schreddern!
Denn: M.A.S.S.I.M.O.2000 wird ohne Strom betrieben!
Beschreibung: Das Gerät besitzt eine zylindrische Form - ähnlich der eines herkömmlichen Papierkorbes. Das Papier wird normal zusammengeknüllt und der M.A.S.S.I.M.O.2000 von oben befüllt. Die Antriebseinheit M.A.S.S.I.M.O. zerkleinert das Papier zuverlässig. Anschließend wird das Papier aus dem Ausgabeschacht hinausbefördert.
Energiequelle: Die M.A.S.S.I.M.O.-Einheit benötigt einen speziell entwickelten Biokraftstoff (R4TT1M4).
Darstellung:
Arbeitsphase

Draufsicht

Ruhephase
